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ISLAND FÜHRT DEN GLOBAL GENDER GAP INDEX 2009 DES FORUMS AN
• Skandinavische Länder weisen weiterhin die größte Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen auf
Deutschland (12) und Großbritannien (15) rutschten dieses Jahr erneut im Index ab. Die Schweiz (13) konnte ihren Rang im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr verbessern, da die Beteiligung der Frauen am Wirtschaftsprozess stieg. Italien (72) gehört weiterhin zu den Schlusslichtern unter den europäischen Ländern und büßte infolge der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Partizipation der Frauen im Vergleich zu 2008 drei Ränge ein. Südafrika und Lesotho machten große Fortschritte in Bezug auf die Gleichberechtigung und nehmen nun den 6. bzw. 10. Platz unter den Top 10 Ländern ein. Die jüngsten Daten zeigen, dass insbesondere Südafrika den Anteil der Frauen an der Arbeitsbevölkerung deutlich erhöhen konnte. Die höhere Zahl der weiblichen Parlamentsabgeordneten und Ministerinnen der neuen Regierung des Landes trug ebenfalls zur Verringerung der Geschlechterdisparität bei. Die Philippinen (9) verloren zum ersten Mal in vier Jahren an Boden, behaupten jedoch ihre Führungsrolle unter den asiatischen Ländern.
*Bitte beachten Sie, dass die Bewertungen in einem Maßstab von 0:1 dargestellt sind und in etwa als Prozentsatz der Geschlechterkluft interpretiert werden können, die bereits geschlossen wurde. Botsuana (39) verzeichnete den zweitgrößten Anstieg und erklomm 26 Sprossen der Rangleiter. Dies war gemäß den jüngsten UNDP-Daten einer markanten Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Frauen und einer größeren Lohnparität zu verdanken. Japan (75) konnte sein Ranking im Vergleich zum Vorjahr – vor allem aufgrund des gestiegenen Anteils der Frauen in professionellen und technischen Berufen, in der Legislative sowie unter den leitenden Beamten und Managern – um 25 Stellen verbessern. Die USA (31) rangieren drei Plätze tiefer, da die Wirtschaftsbeteiligung der Frauen geringfügig zurückging, und andere Länder, die zuvor niedriger eingestuft waren, aufholten. Im unteren Bereich des Index konnten Indien (114), Bahrain (116), Äthiopien (122), Marokko (124), Ägypten (126) und Saudi-Arabien (130) ihre Stellung gegenüber dem Vorjahr verbessern. Dies war vor allem auf kleine Fortschritte hinsichtlich der Wirtschaftsbeteiligung von Frauen zurückzuführen. Der Iran (128), die Türkei (129), Pakistan (132) und der Jemen (134), die ohnehin bereits die niedrigsten Ränge einnahmen, verzeichneten einen absoluten Rückgang gegenüber ihrer Performance im Jahr 2008. Die Republik Korea und die Mongolei gehörten zu den Ländern, die ihr Lohngefälle am stärksten abbauen konnten, während die Einkommensdisparität in Österreich und Belgien am meisten zunahm. In Japan und Uganda nahm die Zahl der Frauen in führenden Beamten- und Managementfunktionen sowie in Positionen der Legislative am deutlichsten zu, während sich der Anteil der Frauen in diesen Bereichen in Kroatien und Costa Rica noch stärker verringerte. Der Global Gender Gap Report misst das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern in vier kritischen Bereichen: «Mädchen und Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung dar und ohne ihr Engagement, ihre Emanzipation und ihren Beitrag können wir weder auf eine rasche Konjunkturerholung hoffen noch globale Herausforderungen, wie Klimawandel, Ernährungssicherheit und Konflikte, effektiv angehen», betonte Klaus Schwab, Gründer und Executive Chairman, World Economic Forum.«Das Forum arbeitet das ganze Jahr über mit führenden Persönlichkeiten zusammen, um mithilfe des Women Leaders and Gender Parity Programme die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu verringern, und der Bericht untermauert diese Bemühungen.»Ziel der Global Gender Parity Group, einer Gruppe einflussreicher Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft – zu 50% Männer und zu 50% Frauen – ist es, bewährte Praktiken auszutauschen und Strategien zur optimalen Nutzung der Talente zu identifizieren. «Von den 115 Ländern, die seit 2006 im Bericht erfasst werden, verzeichneten über zwei Drittel Verbesserungen der allgemeinen Indexbewertung, was darauf schließen lässt, dass die Welt im Allgemeinen Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung von Männern und Frauen erzielt hat. Allerdings gibt es auch noch Länder, die weiter an Boden verlieren. Wir haben einen Abschnitt über die Dynamik der Geschlechterdisparität hinzugefügt und festgestellt, dass ein Fortschritt erzielt wird, wenn Länder Wege finden, Ehe und Mutterschaft mit der wirtschaftlichen Partizipation von Frauen zu vereinbaren», so der Mitverfasser Ricardo Hausmann, Direktor des Center for International Development an der Harvard-Universität, USA. «Der Global Gender Gap Report verdeutlicht, dass eine gleichberechtigte Einbeziehung von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen für konkurrenzfähige und florierende Gesellschaften unabdingbar ist. Führungspersönlichkeiten müssen entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn sie die angeschlagenen Volkswirtschaften nachhaltig wiederaufbauen möchten», bemerkte Mitverfasserin Laura Tyson, Professor of Business Administration and Economics, University of California, Berkeley, USA. «Länder, die sich die Hälfte ihres Humankapitals nicht zunutze machen, laufen Gefahr, ihr Wettbewerbpotenzial zu beeinträchtigen. Wir hoffen, dass wir neben der Förderung der Gleichberechtigung als menschliches Grundrecht auch die wirtschaftlichen Vorteile der Stärkung der Frauen verdeutlichen», sagte Mitverfasserin Saadia Zahidi, Leiterin des Women Leaders and Gender Parity Programme des Forums. Das World Economic Forum erweitert die geografische Abdeckung des Berichts laufend. Der diesjährige Bericht, der 134 Länder erfasst, gewährt einen Einblick in die Chancendiskrepanzen zwischen Männern und Frauen von über 93% der Weltbevölkerung. Von den 14 für die Erstellung des Index verwendeten Variablen stammen 13 aus öffentlich zugänglichen und von internationalen Organisationen nach wissenschaftlichen Methoden erhobenen Daten, beispielsweise von der International Labour Organization (ILO), dem United Nations Development Programme (UNDP) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). • Alle Informationen (der vollständige Bericht, Rankings und Länderprofile) können unter www.weforum.org/gendergap abgerufen werden. Ernst & Young, Goldman Sachs, Manpower, McKinsey & Company, NYSE Euronext und Renault-Nissan sind Partner des Women Leaders and Gender Parity Programme des World Economic Forum. Das World Economic Forum ist eine unabhängige internationale Organisation, die sich dem Ziel der Verbesserung des Zustands der Welt widmet, indem sie Führungspersönlichkeiten im Rahmen von Partnerschaften in die Gestaltung globaler, regionaler und industrieller Programme einbindet. Das World Economic Forum wurde 1971 als Stiftung gegründet und hat seinen Sitz in Genf/Schweiz; es ist unparteiisch, nicht auf Gewinnerzielung gerichtet und nicht an politische, parteiliche oder nationale Interessen gebunden. (www.weforum.org) |

