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Spitzenvertreter Der Internationalen Wirtschaft Legen Regierungschefs Der G8-Staaten Plan Zur Bekämpfung Des Klimawandels Vor

Mark Adams, Managing Director, Tel.: +41 (0)22 869 1212 – mark.adams@weforum.org

• 100 CEOs von globalen Unternehmen aus allen Sektoren und Regionen unterzeichnen Erklärung
• Angestrebt wird die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050
• Regierungen und Unternehmen müssen bei Top-down/Bottom-up-Ansatz zusammenarbeiten
• Mehr Information hier: www.weforum.org/climate

Tokio, Japan, 20. Juni 2008. Der japanische Premierminister Fukuda, Gastgeber des nächsten Monat im japanischen Hokkaido stattfindenden jährlichen G8-Gipfels, war heute Adressat detaillierter Empfehlungen für den Kampf gegen den Klimawandel, die von einer einflussreichen Gruppe internationaler Firmenchefs von einigen der Top-Unternehmen der Welt entwickelt wurden. Das Dokument, das detaillierte koordinierte Vorschläge zur Bekämpfung der globalen Erwärmung enthält, wurde vom Präsidenten und Gründer des World Economic Forum, Klaus Schwab, im Namen der Gruppe von 99 Vorsitzenden und CEOs präsentiert.

In ihren Empfehlungen fordern die Firmenchefs die rasche Umsetzung einer grundlegenden Strategie zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen durch die Regierungen. Sie verlangen eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft mit dem Ziel, eine pragmatische Strategie kosteneffektiver mittelfristiger Initiativen zur Senkung des CO2-Ausstosses zu entwickeln. Der vollständige Text der Erklärung kann hier heruntergeladen werden:
http://www.weforum.org/pdf/environment/ceo_climate_recommendations_statement.pdf
 
Der von den Firmenchefs empfohlene und vom World Economic Forum und dem World Business Council for Sustainable Development unterstützte neue politische Rahmen verkörpert insoweit eine deutliche Abkehr von der Struktur des Kyoto-Abkommens von 1997, als er flexibler und ergebnisorientierter ist. Die Unternehmensleiter setzen auf eine Kombination internationaler Top-down-Verpflichtungen von Regierungen – in erster Linie von Industrieländern, aber auch von Schwellenländern – und von Bottom-up-Aktivitäten innerhalb und zwischen Industriesektoren in Form von vielschichtigen Massnahmen im Rahmen einer intensivierten öffentlich-privaten Zusammenarbeit. Angestrebt werden die Beschleunigung der Entwicklung und Verbreitung kohlenstoffarmer Technologien, die Mobilisierung von finanzieller Unterstützung für Entwicklungsländer bei der Einführung solcher Technologien und der Anstoss von Veränderungen im Kaufverhalten der Konsumenten. Zudem sollen gemeinsame Kennzahlen eingeführt werden, um bei Unternehmen das Benchmarking, die Berichterstattung und die Entscheidungsfindung bezüglich Investitionen zu verbessern und so die Treibhausgasemissionen zu verringern.

Dominic Waughray, World Economic Forum Gleichzeitig werden langfristige Ziele – zum Beispiel mindestens eine Halbierung der weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 – sowie eine Reihe kurzfristiger Ziele definiert, die möglichst kostengünstig verwirklicht werden sollen. Dabei wird unter anderem an die Anwendung von Marktmechanismen gedacht, wie die Entwicklung eines tiefen und liquiden internationalen Marktes für CO2-Emissionen, um mit Emissionssenkungen einen klaren wirtschaftlichen Nutzen zu verbinden.

Vorschlag eines Zitats von Klaus Schwab: «Ein Durchbruch in der Klimaproblematik kann nur erzielt werden, wenn in diese überaus komplexe Gleichung alle wichtigen Akteure aller Sektoren einbezogen werden. Diese Empfehlungen, die von 99 der Chefs führender internationaler Unternehmen – alle Mitglieder des World Economic Forum – abgegeben wurden, stellen das ernsthafte Bestreben der Wirtschaft unter Beweis, Veränderungen herbeizuführen und sich jene ehrgeizigen Ziele zu setzen, die notwendig sind, um die vermutlich grösste weltweite Krise des 21. Jahrhunderts in den Griff zu bekommen.

In einem hoffnungsvollen Zeichen für den Verhandlungsprozess der Vereinten Nationen, der im Dezember 2009 im dänischen Kopenhagen kulminieren wird, unterstützen die Chefs grosser Unternehmen aus vielen Industrie- und Schwellenländern wie Australien, Brasilien, Kanada, China, Indien, Japan, Malaysia, Mexiko, dem Nahen Osten, Russland und Südafrika sowie aus Europa und den USA die im Konsens formulierten Empfehlungen. Der Gruppe, die praktisch alle Industriesektoren wie Energie, Versorgung, Luftfahrt, Automobil, Bergbau, Metall, Logistik, Information, Telekommunikation und den Finanzsektor umspannt, gehört mindestens ein CEO eines grossen Unternehmens aus jedem der G8+5-Staaten an.

Die Empfehlungen wurden im Lauf der letzten 16 Monate von einem Lenkungsausschuss entwickelt, der sich aus Vertretern vieler Branchen aus zahlreichen Regionen zusammensetzte. In diesem Ausschuss waren unter anderem Alcoa, Applied Materials, AIG, Basic Elements, British Airways, Deutsche Bank, Duke Energy, EDF, Eskom, Petrobras, RusHydro, Shell, Telstra, Tepco, TNT und Vattenfall vertreten.

Ressourcenpartner für die Entwicklung der Empfehlungen war das Pew Center for Global Climate Change. An den Diskussionen, die in 11 Treffen auf fünf Kontinenten abgehalten wurden und einen Beitrag der Wirtschaft zum Gleneagles-Dialog der G8 über den Klimawandel, Saubewre Energie und Nachhaltige Entwicklung darstellen, beteiligten sich über 500 Teilnehmer. Der Gleneagles-Dialog, an dem 20 der führenden Energieproduzenten- und Verbraucherländer der Welt teilnahmen, wurde infolge des G8-Gipfels des Jahres 2005 abgehalten, der vom britischen Premierminister Tony Blair in Gleneagles, Schottland, einberufen worden war.

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