Print Download PDF Embed

News Release

Schweiz und Schweden sind wettbewerbsfähigste Länder Europas

Kai Bucher, Associate Director, Medien, Tel.: +41 (0)22 869 1290; kai.bucher@weforum.org

  • Die Schweiz, Singapur und Schweden führen Rangliste des Global Competitiveness Report an
  • Die USA führt den vor drei Jahren begonnenen Abwärtstrend fort und fällt um einen Rang auf Platz 5
  • Die Schwellenländer holen gegenüber den OECD-Staaten weiter auf
  • Der vollständige Bericht mit den Profilen von 142 Volkswirtschaften sowie den wichtigsten Ergebnissen, Ranglisten usw. steht zum Download bereit unter http://www.weforum.org/gcr
  • Sehen Sie die Video-Interviews zu den Ergebnissen des Berichts an

The Global Competitiveness Report 2011-2012Genf, Schweiz, 7. September 2011 – Die Schweiz nimmt in der Gesamtwertung des Global Competitiveness Report 2011-2012 (GCR), der heute vom World Economic Forum veröffentlicht wird, den ersten Platz ein. Singapur überholt Schweden und erreicht Rang 2. Die Top 10 werden klar von Ländern aus Nord- und Westeuropa dominiert, da sich auch Schweden (3), Finnland (4), Deutschland (6), die Niederlande (7), Dänemark (8) und Grossbritannien (10) weit vorne platzieren konnten. Japan auf Rang 9 bleibt trotz des Verlusts von drei Rängen gegenüber dem Vorjahr die Nummer 2 unter den asiatischen Volkswirtschaften.

Innerhalb der Eurozone belegt Deutschland (6) trotz des Abstiegs um einen Rang weiterhin einen der Spitzenplätze, während sich die Niederlande (7) um eine Position verbessern konnten. Frankreich (18) büsste drei Ränge ein und Griechenland (90) folgte weiter seinem Abwärtstrend. Reformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeiten werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, das Wachstum in der Region zu beleben und die wichtigsten Probleme anzugehen: die Konsolidierung der Finanzhaushalte und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit.

Die USA verliert zum dritten Mal in Folge einen Platz und nimmt nun Rang 5 ein. Neben den makroökonomischen Anfälligkeiten, die weiter zunehmen, führen auch einige Aspekte des institutionellen Umfelds in den USA zu Bedenken bei Wirtschaftsführern, insbesondere das geringe öffentliche Vertrauen in die Politiker und die Handlungseffizienz der Regierung. Positiv ist hingegen, dass sich Banken und Finanzinstitute erstmals seit der Finanzkrise wieder im Aufschwung befinden und nun als etwas solider und effizienter eingestuft werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit in den Industrienationen in den letzten sieben Jahren stagniert ist, aber in vielen Schwellenländern zugenommen hat. Grund dafür ist deren solidere Wachstumsgrundlage und die Tatsache, dass sich die Wirtschaftsaktivität vermehrt von den Industriestaaten in die Schwellenländer verlagert. 

Die Volksrepubik China (26) ist weiterhin die Nummer 1 unter den grossen Schwellenländern. Sie verbesserte sich um einen Rang und festigte damit ihre Position unter den Top 30. Von den vier anderen BRICS-Staaten konnten sich Südafrika (50) und Brasilien (53) jeweils verbessern, während Indien (56) und Russland (66) beide leicht zurückfielen. Mehrere asiatische Volkswirtschaften zeigten eine starke Leistung, wobei Japan (9) und Hongkong SAR (11) die Top 20 erreichten.

The Global Competitiveness Index 2011-2012 Top10Laden Sie die vollständige Global-Competitiveness-Rangliste herunter. (PDF- oder Excel-Format)

Unter den Ländern des Nahen Ostens konnte Katar (14) seinen Platz unter den Top 20 festigen, während es Saudi-Arabien (17) erstmals unter die 20 Bestplatzierten schaffte. Dahinter folgen Israel (22), die Vereinigten Arabischen Emirate (27), Kuwait (34) und Bahrain (37). Die meisten Golfstaaten konnten ihren Aufwärtstrend der letzten Jahre bestätigen. Von den Ländern südlich der Sahara rangieren Südafrika (50) und Mauritius (54) in der oberen Hälfte der Rangliste, gefolgt von den bestplatzierten Volkswirtschaften der Region in der zweiten Hälfte: Ruanda (70), Botswana (80) und Namibia (83). In Lateinamerika bleibt Chile (31) führend, wobei mehrere Staaten ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern konnten, darunter Panama (49), Brasilien (53), Mexiko (58) und Peru (67). Lesen Sie weitere wichtige Ergebnisse des Berichts.

«Nach einigen schwierigen Jahren zeichnet sich langsam eine Erholung von der Wirtschaftskrise ab, die jedoch nicht überall gleich stark einsetzt: Während die meisten Schwellenländer trotz gewisser Überhitzungsrisiken nach wie vor ein relativ starkes Wachstum vorweisen, verzeichnen die meisten Industrienationen weiterhin eine nur zögerliche Erholung, eine hohe Arbeitslosigkeit und eine finanzielle Anfälligkeit. Eine klare Besserung ist dabei nicht in Sicht», so Klaus Schwab, Gründer und Executive Chairman des World Economic Forum. «Die Komplexität des heutigen globalen Wirtschaftsumfelds macht es wichtiger denn je, sich mit den qualitativen als auch den quantitativen Wachstumsaspekten auseinanderzusetzen und diese zu fördern. Dabei sind auch Konzepte wie Vielfalt und ökologische Nachhaltigkeit einzubeziehen, um ein vollständigeres Bild davon zu erhalten, was notwendig ist und was funktioniert.»

Xavier Sala-i-Martin, Wirtschaftsprofessor an der Columbia University in den USA und Mitverfasser des Berichts, fügte hinzu: “Neben den wiederkehrenden Sorgen über die Aussichten der Weltwirtschaft dürfen die politischen Entscheidungsträger nicht die Fundamentaldaten für langfristige Wettbewerbsfähigkeit aus den Augen verlieren. Damit die Wirtschaftserholung nämlich auf einem stabilen Fundament steht, müssen die Schwellen- und die Industrieländer sicherstellen, dass ihr Wachstum auf Produktivitätsverbesserungen basiert. Die entwickelten Volkswirtschaften, von denen viele mit konjunkturpolitischen Herausforderungen und einem schwachen Wachstum zu kämpfen haben, müssen sich auf Massnahmen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren, um einen positiven Wachstumszyklus in Gang zu bringen und eine solide wirtschaftliche Erholung sicherzustellen.»

Die Rangliste zur Wettbewerbsfähigkeit des Global Competitiveness Report basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI), der von Sala-i-Martin für das World Economic Forum entwickelt und 2004 eingeführt wurde. Der GCI basiert auf den folgenden 12 Säulen, die ein umfassendes Bild über die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes vermitteln: Institutionen, Infrastruktur, makroökonomische Stabilität, Gesundheit und Grundschulbildung, Hochschulbildung und Ausbildung, Effizienz der Gütermärkte, Arbeitsmarkteffizienz, Entwicklungsgrad der Finanzmärkte, technologischer Entwicklungsgrad, Marktgrösse, Entwicklungsgrad der Unternehmen und Innovation.

Die Einstufungen basieren auf der Auswertung von öffentlich zugänglichen «harten» Fakten und den Ergebnissen des Executive Opinion Survey – einer umfassenden Meinungsumfrage, die das World Economic Forum jedes Jahr zusammen mit seinem Netz von Partnerinstitutionen durchführt. In diesem Jahr wurden über 14'000 Wirtschaftsführer in 142 Ländern – so viele wie noch nie – befragt. Der Fragebogen ist so konzipiert, dass ein breites Spektrum von Faktoren erfasst wird, die das Wirtschaftsklima eines Landes beeinflussen.

Der Report enthält einen ausgedehnten Datenteil mit einem detaillierten Profil für alle 142 untersuchten Volkswirtschaften und eine umfangreiche Zusammenfassung der Gesamtposition in den Index-Ranglisten sowie Datentabellen mit den globalen Rankings, die sich auf über 110 Wirtschaftsindikatoren abstützen.

Der diesjährige Report enthält zudem Beiträge über ausgewählte Regionen und Themen. Dazu gehören eine Analyse der Auswirkungen der Schuldenkrise auf die Wettbewerbsfähigkeit, ein Überblick über die Herausforderungen für Lateinamerika im Innovationsbereich sowie Trends und Aussichten hinsichtlich der Wettberwerbsfähigkeit in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Darüber hinaus enthält der Bericht ein Kapitel über die Vorbereitungen des World Economic Forum, das Konzept der Nachhaltigkeit umfassender in seine Untersuchungen zur Wettbewerbsfähigkeit einzubeziehen.

Hinweise für die Medien

Die besten Bilder des Forums sind auf Flickr unter http://wef.ch/pix einsehbar.
Verfolgen Sie die Veranstaltungen auf YouTube unter http://wef.ch/youtube oder http://wef.ch/youku
Werden Sie ein Fan des Forums auf Facebook unter http://wef.ch/facebook
Halten Sie sich auf dem Laufenden über das Forum auf Twitter unter http://wef.ch/twitter und http://wef.ch/livetweet
Lesen Sie den Forum-Blog unter http://wef.ch/blog
Informieren Sie sich über bevorstehende Forum-Events unter http://wef.ch/events
Abonnieren Sie die Pressemitteilungen des Forums unter http://wef.ch/news

Gallery


The World Economic Forum is an international institution committed to improving the state of the world through public-private cooperation in the spirit of global citizenship. It engages with business, political, academic and other leaders of society to shape global, regional and industry agendas.

Incorporated as a not-for-profit foundation in 1971 and headquartered in Geneva, Switzerland, the Forum is independent, impartial and not tied to any interests. It cooperates closely with all leading international organizations (www.weforum.org).

Related Issues

Global Competitiveness