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News Release

Travel & Tourism Report: Der Weg aus der Talsohle

Andorra, 7. März 2011 – Die Schweiz, Deutschland und Frankreich verfügen über die besten Bedingungen für die Entwicklung der Reise- und Tourismusbranche. Zu diesem Schluss kommt der vierte jährliche Travel & Tourism Competitiveness Report, den das World Economic Forum heute am Global Tourism Forum 2011 (GTF) in Andorra veröffentlicht hat. Österreich, Schweden, Grossbritannien, die USA, Kanada, Spanien und Singapur vervollständigen die Liste der Top 10.

Der diesjährige Bericht zum Thema «Der Weg aus der Talsohle» widerspiegelt die zaghaft optimistischen Aussichten, daneben aber auch die vielen Schwierigkeiten, die der Sektor noch zu bewältigen hat, um zu einem kräftigen Wachstum zu finden. Insbesondere die analytischen Kapitel gehen auf diese Herausforderungen ein und behandeln dabei Themen wie die Auswirkungen der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Tourismusindustrie, die Bedeutung konkurrenzfähiger Preise zur Anlockung von Touristen sowie die wichtige Rolle des Reise- und Tourismussektors für die aufkommende nachhaltige Wirtschaft.

«Unser Bericht misst die unzähligen Faktoren, die eine Entwicklung der Reise- und Tourismusbranche in bestimmten Ländern interessant machen», erklärt Jennifer Blanke, Chefökonomin und Leiterin des Centre for Global Competitiveness and Performance des World Economic Forum. «Die Spitzenränge der Schweiz, Deutschlands, Frankreichs und Österreichs belegen, wie wichtig unterstützende ökonomische und aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen in Kombination mit einer erstklassigen Transport- und Tourismusinfrastruktur für die Branche sind. Gleichzeitig müssen die menschlichen und ökologischen Ressourcen eines Landes gepflegt werden, um ein attraktives Umfeld für die Entwicklung des Reise- und Tourismussektors zu schaffen.»

Diese länderübergreifende Analyse der Faktoren, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Reise- und Tourismusbranche eines Landes bestimmen, bietet nützliche Vergleichsinformationen für Geschäftsentscheide und für Regierungen, welche die Bedingungen für ihre nationale Reise- und Tourismusindustrie verbessern wollen.

Travel & Tourism Competitiveness Index 2011 und 2009 im Vergleich

 

TTCI

TTCI

TTCI 

 

 

Land/Volkswirtschaft

Platzierung 2011

Punktzahl 2011

Platzierung 2009 

Veränderung 2009–2011

 

Schweiz 

1

5.68

1

0

Deutschland

2

5.50

3

1

Frankreich

3

5.41

4

1

Österreich

4

5.41

2

-2

Schweden

5

5.34

7

2

USA

6

5.30

8

2

Grossbritannien

7

5.30

11

4

Spanien

8

5.29

6

-2

Kanada

9

5.29

5

-4

Singapur

10

5.23

10

0

Die Platzierungen basieren auf dem Travel & Tourism Competitiveness Index (TTCI), der 139 Länder abdeckt. Ermittelt wird der TTCI anhand von Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen, Informationen von Institutionen und Experten des internationalen Reise- und Tourismussektors sowie Ergebnissen der Executive Opinion Survey. Dabei handelt es sich um eine umfassende Meinungsumfrage, die das World Economic Forum zusammen mit seinem Netzwerk von Partnerinstitutionen (führende Forschungsinstitute und Wirtschaftsverbände) in den vom Bericht erfassten Ländern jährlich durchführt. Die Umfrage ist eine einzigartige Quelle von Daten über vielfältige qualitative institutionelle Themen und Faktoren des wirtschaftlichen Umfelds.

Der letzte Teil des Berichts enthält detaillierte Länderprofile für die 139 Volkswirtschaften, die von der Studie erfasst werden. Diese Profile bieten eine umfangreiche Zusammenfassung der Gesamtpositionen dieser Länder in den Index-Ranglisten und führen die wichtigsten Wettbewerbsvor- und  nachteile ihrer Reise- und Tourismussektoren an. Er bietet zudem einen umfangreichen Abschnitt mit Datentabellen zu allen Indikatoren, die zur Berechnung des Index verwendet wurden.

«Nach einer Phase heftiger wirtschaftlicher Turbulenzen sind in der Reise- und Tourismusbranche erste Anzeichen einer Erholung zu erkennen, vorab in den Schwellenmärkten Lateinamerikas und Asiens, in besonderem Masse in China», kommentiert Thea Chiesa, Head of Aviation, Travel and Tourism des World Economic Forum. «Um sich in der neuen Realität nach der Krise zu behaupten, müssen die Reise- und Tourismusindustrie sowie Feriendestinationen ihre Herangehensweise jedoch überdenken. Mittels neuer Geschäftsmodelle, Allianzen und Partnerschaften gilt es, alle Bevölkerungsgruppen einzubeziehen und Risiken (insbesondere Sicherheit und Umwelt) ganzheitlich sowie systemisch zu bewirtschaften.»

«In den letzten fünf Jahren hat das World Economic Forum durch sein Aviation, Travel & Tourism Partnership Programm wichtige Branchenführer und Vordenker dazu verpflichten können, eine eingehende Analyse der Wettbewerbsfähigkeit der Reise- und Tourismusbranche in den Volkswirtschaften auf der ganzen Welt durchzuführen. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, durch die verschiedene Parteien miteinander in Dialog treten können, um die Entwicklung robuster und nachhaltiger Reise- und Tourismussektoren zu gewährleisten, die effektiv zur globalen Wirtschaftsentwicklung beitragen können», so Robert Greenhill, Chief Business Officer des World Economic Forum.

Das World Economic Forum hat diesen Bericht in enger Zusammenarbeit mit seinem Strategic Design Partner (Booz & Company) und seinen Data Partners (Deloitte, der International Air Transport Association (IATA), der International Union for Conservation of Nature (IUCN), der Welttourismusorganisation (UNWTO) und dem World Travel & Tourism Council (WTTC) erstellt. Einige bedeutende Partnerunternehmen der Branche gaben dem Forum ebenfalls wichtige Rückmeldungen und Anregungen, namentlich Airbus, Bombardier, Etihad Airways, Gulf Air, Hertz, JetAirways, Jumeirah, Silversea Cruises, Rolls-Royce, Swiss und VISA. Mehrere Vordenker dieser Unternehmen und Organisationen lieferten aufschlussreiche Beiträge, die sich mit verschiedenen Aspekten der Wettbewerbsfähigkeit in der Reise- und Tourismusbranche auseinandersetzen.

 


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