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News Release

Weltwirtschaftsforum nimmt Handelsbarrieren in 132 Ländern unter die Lupe

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Oliver Cann, Associate Director, Communications, Tel.: +41 22 869 1406, E-Mail: Oliver.Cann30959f5f8463e9d@d3139bdab58aeweforum.org

  • Aktueller Bericht belegt: Traditionelle Handelsauffasungen zunehmend obsolet, globale Wertschöpfungsketten erfordern neue Messdaten, politische Konzepte und Partnerschaften
  • Der Enabling Trade Index analysiert die Rahmenbedingungen für offenen Handel von 132 Nationen
  • Ostasiatische Staaten sind erfolgreich, Deutschland verteidigt seine Stellung erfolgreich; USA, China und Indien fallen zurück
  • Mehr Infos zum Wirtschaftsbericht unter http://www.weforum.org/getr

Genf, 23. Mai 2012 – Die Länder Ostasiens haben die Bedingungen für internationalen Handel deutlich verbessert. Singapur und Hongkong können ihre Spitzenposition als Pioniere in internationalen Rankings klar behaupten. Dies geht aus dem Global Enabling Trade Report 2012 hervor, den das World Economic Forum heute veröffentlicht hat.

Der alle zwei Jahre erscheinende Wirtschaftsbericht bescheinigt auch den großen europäischen Wirtschaftsnationen ein gutes Standing. So klettern Finnland und  Großbritannien auf Platz 6 und 11, Deutschland und Frankreich bleiben stabil auf Rang 13 und 20. Anderen Wirtschaftsmächten ergeht es weniger gut: Die USA rutschen weiter ab auf Platz 23, ebenso China (56.) und Indien (100.). Bei den Schwellenländern bleiben Türkei (62.) und Mexiko (65.) stabil, während Chile (14.), Saudi-Arabien (27.) und Südafrika (63.) aufsteigen. Auch die ASEAN-Staaten Thailand (57.), Indonesien (58.) und Philippinen (72.) konnten sich verbessern.

Neben der Analyse der Handelsoffenheit der einzelnen Länder kommt der Bericht zu einem weiteren Ergebnis: Traditionelle Auffassungen des Welthandels werden zusehends obsolet. Die heutigen globalen Wertschöpfungsketten verlangen nach neuen Bewertungsmethoden, neuen Politikkonzepten und Formen der Zusammenarbeit. Darüber hinaus, so der Bericht, können sich Sicherheit, Qualität und Handel gegenseitig verstärken, wenn die Integration der Lieferketten verbessert wird. Hier bilden jedoch Wissensdefizite bei der Identifizierung von Abnehmern weiterhin eine Barriere.

„Gesetze zu verabschieden, die Handel ermöglichen, wird in Zukunft immer wichtiger werden“, sagt Robert Z. Lawrence, Albert L. Williams Professor of Trade and Investment an der John F. Kennedy School of Government an der Harvard University. „Und zwar nicht nur zur Stärkung der Entwicklung einzelner Länder, sondern auch, um die Prosperität ihrer Handelspartner zu steigern.“ Lawrence ist wissenschaftlicher Berater und Mitverfasser des Berichts.

Der Wirtschaftsbericht analysiert 132 Länder hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Handel zu ermöglichen, und hebt dabei die Bereiche hervor, in denen Verbesserungen besonders dringlich sind. Der Bericht hilft Ländern bei der Integration globaler Lieferketten und global agierenden Unternehmen Investitionsentscheidungen zu treffen.

„Der Bericht zeigt uns, dass Supply Chain-basierte Konzepte zur Überwindung von Grenzbarrieren eine immer wichtigere Rolle spielen werden, um Handel zu förden“, sagt Ronald Philip, Leiter der Supply Chain & Transport Community des World Economic Forum.

„Wie die Ergebnisse 2012 belegen, hat das 2010 in Kraft getretene ASEAN-Freihandelsabkommen den Handel gestärkt“, sagt Margareta Drzeniek Hanouz, Senior Economist des Global Competitiveness Network des WEF. „In diesem Jahr befassen wir uns außerdem ganz konkret mit den wichtigsten Ein- und Ausfuhrbeschränkungen in jedem Land und beleuchten die engen Beziehungen zwischen Ein- und Ausfuhrerfolg.“

Herzstück des Berichts ist der Enabling Trade Index. Er misst, inwieweit Institutionen, Gesetzen und Dienstleistungen der Länder den grenzübergreifenden Warenfluss fördern. Die Erfolgsfaktoren werden anhand von vier Themenfeldern analysiert: Marktzugang, Grenzverwaltung, Transport- und Kommunikationsinfrastruktur sowie Wirtschaftsumfeld. Dabei stützt sich der Index sowohl auf Daten aus öffentlich verfügbaren Quellen als auch auf die Ergebnisse des Executive Opinion Survey, einer alljährlichen umfassenden Befragung, die das World Economic Forum gemeinsam mit einem Netzwerk aus Forschungsinstituten und Businessorganisationen in den Berichtsländern durchführt.

Der Bericht ist eine Veröffentlichung des Enabling Trade Programme, das vom „Industry Partnership Programme for the Supply Chain and Transport Sector“ des WEF entwickelt wurde – unterstützt von A.B. Volvo, A.P. Möller Maersk, Agility, Brightstar, Deutsche Post DHL, DNB Bank, FedEx Corporation, Panama Canal Authority, Stena, Swiss International Airlines, Transnet, UPS und Volkswagen. Er entstand in enger Zusammenarbeit mit den Daten-Partnern des Projekts: Global Express Association (GEA), International Air Transport Association (IATA), International Trade Centre (ITC), World Customs Organization (WCO), United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), The World Bank und World Trade Organization (WTO).

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